Das muslimische Neujahr – Aus der Hidschra lernen

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„Die Hidschra ist aktueller denn je, vor allem für uns Muslime. Um die Lage geflüchteter Menschen zu verstehen muss man die Migration des Propheten und seiner Gefährten gut kennen“, so der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), Kemal Ergün, anlässlich des Hidschra-Neujahrs. Ergün weiter:

„Im Jahre 622 gab es einen historischen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit – die Migration unseres Propheten und seiner Gefährten von Mekka nach Medina. Die Menschheit wurde Zeugin von beispielloser Geschwisterlichkeit und Gastfreundschaft. Denn die mekkanischen Emigranten hatten ihr Hab und Gut zurückgelassen. Sie wurden von den medinensischen Helfern aufgenommen, die mit den Neuankömmlingen alles teilten, was sie besaßen.

Wir können heute so vieles aus der Hidschra lernen. Millionen Menschen verlassen ihre Heimat und flüchten in andere Länder, in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben. Was früher die mekkanischen Emigranten waren, das sind heute die geflüchteten Menschen. Unsere Aufgabe ist es, uns die medinensischen Helfer zum Vorbild zu nehmen.

In diesem Sinne ist auch der bundesweite Tag der offenen Moschee am 3. Oktober eine gute Gelegenheit, um über das Vorbild der Hidschra, Geschwisterlichkeit und Willkommenskultur zu sprechen. Denn das Thema dieses Tages ist Migration und Hidschra.

Möge das Hidschra-Neujahr der gesamten Menschheit Gutes bringen und das Leid der Flüchtenden mindern.“

 

Quelle: https://www.igmg.org/das-muslimische-neujahr-aus-der-hidschra-lernen